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10 Jahre Geriatrie: Den Jahren mehr Leben geben

16.12.2018

Die Zahl der über 65-Jährigen hat sich in den vergangenen hundert Jahren in Deutschland verdoppelt. Dieser demographische Wandel stellt die Medizin vor große Herausforderungen.

Das Capio Krankenhaus Land Hadeln hat diese Herausforderung vor zehn Jahren angenommen und im Mai 2008 die Abteilung für Altersheilkunde (Geriatrie) ins Leben gerufen. Damals war das Krankenhaus Vorreiter in der Region.

Das zehnjährige Jubiläum feierte die geriatrische Abteilung im September mit dem neuen Chefarzt Hermann Sverlik. Der Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie: „Unsere Patienten sind meist älter als 65 Jahre und leiden an mehreren Erkrankungen gleichzeitig. Ziel unserer geriatrischen Abteilung ist die größtmögliche Unabhängigkeit aufrecht zu erhalten. Dabei versorgen wir unsere Patienten nach dem Prinzip der aktivierenden Pflege: Soviel Hilfe wie nötig, soviel Selbständigkeit wie möglich.“ Behandlungsziele sind insbesondere die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit, Verbesserung der Mobilität und Förderung der Selbständigkeit im Alltag.

Ein großer Vorteil des Fachbereichs liegt in der räumlichen Nähe zu den verschiedenen Abteilungen des Krankenhauses. Das bedeutet Sicherheit für Patienten und die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten eine optimale Versorgung des Patienten zu gewährleisten Eine gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen ist die grundlegende Voraussetzung, um eine optimale Versorgung des Patienten zu gewährleisten“, so Chefarzt Sverlik.

Das erfahrene geriatrische Therapeutenteam besteht aus spezialisiertem Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden. Mit Krankengymnastik und Bewegungstherapien werden Mobilität und Alltagsfähigkeiten sowie Kommunikations- und Konzentrationsfähigkeit trainiert.

 

Wir behandeln:

  • Folgezustände nach gefäßbedingten Gehirnfunktionsstörungen, insbesondere Schlaganfall sowie kognitive Einschränkungen anderer Ursachen
  • Erkrankungen des Bewegungssystems, z. B. Zustände nach Gelenkersatz- Operationen oder operativ und konservativ versorgten Knochenbrüchen sowie degenerative Veränderungen des skelettomuskulären Apparates
  • Internistische Erkrankungen, z. B. Folge des akuten Herzinfarktes, chronische Herzinsuffizienz, Lungenentzündung, obstruktive Ventilationsstörungen
  • Stoffwechselstörungen, z. B. Diabetes mellitus mit Spätschäden, Gicht
  • Neurologische Erkrankungen, z. B. Morbus Parkinson
  • Folgezustände nach (neuro-)chirurgischen Eingriffen, z. B. Spinalkanalstenose- OP, Magen-/Darmoperationen Folgen von Tumorerkrankungen
  • Spezifische geriatrische (altersbedingte) Funktionsstörungen, z. B. Immobilität, rezidivierende Stürze, Kontinenzprobleme, Dekubitus, Störungen der Ernährung