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Capio Krankenhaus Land Hadeln

Große Ortstraße 85
21762 Otterndorf

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Medizin und Pflege
im Capio Krankenhaus Land Hadeln

Krampfadern

Erscheinungsformen
Ein gestörter Blutfluss in den Beinvenen kann unterschiedliche Folgeschäden haben. Sie können harmlos sein, aber auch lebensgefährlich werden.

Besenreiser
Staut sich ein kleines oberflächliches Venengeflecht (meist ein harmloses, rein ästhetisches Problem), zeichnet es sich unter der Haut ab wie ein Reisigbesen - daher der Name Besenreiser.
 
Beinbeschwerden
Träge fließendes oder gestautes Blut in den Beinvenen führt unter anderem zu Müdigkeits-/Schweregefühlen, unruhigen Beinen, Schmerzen, nächtlichen Wadenkrämpfen.
 
Venenentzündung
Zu langsam fließendes Blut verdickt sich immer stärker und „versumpft“ regelrecht. Daraus kann sich eine schmerzhafte oberflächliche Venenentzündung ausbilden.

Ödem-Bildung
Durch ein Klappenleck leiern die Venenwände aus, sie werden porös und durchlässig. Blutplasma (heller, flüssiger Anteil des Blutes) und Eiweißstoffe treten aus, schwemmen in das umliegende Gewebe und lösen Schwellungen (Ödeme) aus.
 
Krampfadern (Varizen)
Kommt es in einer größeren Vene zum Klappendefekt, verändert sich das Gefäß zur dick geschlängelten Krampfader. Versagt die entscheidende Venenklappe (Crosse) in einer der großen oberflächlichen Stammvenen, muss der Defekt beseitigt werden, um mögliche gefährliche Folgen zu verhindern.

Beschwerden/ Komplikationen

Thrombose
Klappendefekte in den oberflächlichen Stammvenen führen zum permanenten Blutrückstrom, der auf Dauer auch das tiefe Venensystem überlastet. Der Blutfluss wird träger, es können sich Gerinnsel bilden und die Vene verstopfen. Eine sehr ernste Erkrankung. 

Lungenembolie
Ein Blutgerinnsel aus der tiefen Vene kann bis vor die Lunge gespült werden und dort den Sauerstoffaustausch behindern. Höchste Lebensgefahr! 

Hautschäden
Der permanente Blutrückstrom kann zur Schädigung des Gewebes führen – typischerweise an der Innenseite des Unterschenkels - mit dunklen Verfärbungen und Verdickungen. Dauerhaft überschwemmtes Gewebe wird nicht mehr richtig ernährt, entzündet sich, neigt zur Ekzembildung (Stauungsekzem). Das Gewebe kann sogar absterben und offene Wunden bilden (Ulcus cruris = offenes Bein), die nur schwer abheilen. 
 

Was sind Besenreiser?

Besenreiser sind kleinste Adern in der Haut, die sich durch Elastizitätsverlust erweitert haben. Sie sind mit Blut gefüllt und daher durch die Haut als hellrote Gefäßbäumchen, dunkelblaue Äderchen oder rötliche Flecken sichtbar. 

Sie treten gehäuft an den Beinen auf, verursachen in der Regel keine Beschwerden, können aber erste Anzeichen einer tiefer liegenden Venenerkrankung sein. Dies sollte vor der Behandlung von einem Venenspezialisten (Phlebologen) abgeklärt werden. 

Eine erbliche Veranlagung gilt als Hauptursache. Ihre Entstehung begünstigen auch Sonnenbäder, Saunen, Übergewicht, längeres Stehen oder Sitzen oder die Einnahme von Hormonen. 
 

Was sind Lymphödeme?

Ödem heißt Schwellung. Bedingt durch eine Störung des Lymphabflusses lagert sich Wasser im Gewebe ein. Das Lymphödem ist die einzige Ödemform, bei der Flüssigkeit direkt in der Hautschicht lagert und nicht darunter.

Lymphödeme treten meist an Beinen auf. Oft ist aber nur ein Bein betroffen. Da sich Lymphödeme nicht von selbst zurückbilden, sollte bei Anzeichen ein Lymphologe aufgesucht werden. Das Lymphödem ist eine chronische Erkrankung, die eine lebenslange Behandlung erfordert. Das bedeutet nicht, dass das Lymphödem unheilbar ist. Es kann in einen jeweils besseren Zustand geführt werden, denn es gibt sehr viele Behandlungsoptionen, die eine gute Ödemreduktion und Vorbeugung der Flüssigkeitsansammlung gezeigt haben. 
 

Was sind offene Beine?

Das offene Bein (Ulcus cruris) ist häufig die Spätfolge eines lang andauernden unbehandelten Venenleidens. Therapieresistente offene Beine werden entweder konservativ mit einer intensiven Ulcusbehandlung oder auch operativ mit dem sogenannten Shave-Verfahren behandelt. Darunter versteht man die großzügige Exzision des Ulcusareals mit anschließender plastischer Hautdeckung (Mesh graft Hauttransplantation).

Bei der konservativen Ulcusbehandlung wird eine intensive Wundtherapie und insbesondere auch Kompressionsbehandlung vorgenommen in Kombination mit intensiver Physiotherapie.
 
Nährvenen des Ulcus oder andere periulceröse Varizen werden zusätzlich verödet, ggf. auch mittels Schaumverödung. Allein durch diese Maßnahmen lässt sich in vielen Fällen ein sehr guter Abheilungserfolg des offenen Beines erzielen. 
 

Welche Anästhesieverfahren gibt es?

Meist werden Veneneingriffe in schonender örtlicher Betäubung (Infiltrationsanästhesie, Tumeszenzanästhesie, Femoralisplexusanästhesie) durchgeführt und/oder in Kombination mit einer leichten Beruhigung (Sedierung des Patienten). Der wesentliche Vorteil der örtlichen Betäubung besteht darin, dass es sich um ein in höchstem Maße risikoloses Verfahren handelt.

Tumeszenz-Lokalanästhesie
Die Tumeszenz-Lokalanästhesie stellt eine Weiterentwicklung der herkömmlichen örtlichen Betäubung dar. In großem Flüssigkeitsvolumen wird eine sehr geringe Konzentration des Lokalanästhetikums aufgelöst. Bei exzellenter Schmerzfreiheit wird der Patient nur gering belastet. Zusätzlich sinkt die Zahl der Blutergüsse nach der Operation.

Vollnarkose
Um den medizinischen Belangen unserer Patienten in vollem Umfang Rechnung zu tragen, ist bei einer Krampfader-Operation neben  Tumeszenzanästhesie auch Vollnarkose möglich.

Die häufigsten Fragen zur Krampfaderoperation

Wie häufig sind Krampfaderoperationen?
Krampfadern sind eine Volkskrankheit. Jedes Jahr werden in Deutschland über 320.000 Patienten an Krampfadern operiert. 
 
Wann ist eine Krampfaderoperation notwendig?
Das sollte nach einer gründlichen Voruntersuchung der Facharzt (Phlebologe) entscheiden. Im Anfangsstadium kann eine leichte Schwellung bereits auf ein Fehlverhalten der venösen Funktion hinweisen. Ohne Therapie verschlechtert das Krankheitsbild und es kann zu Veränderungen an der Haut kommen bis hin zum offenen Bein. Thrombosen oder der lebensbedrohlichen Embolie. Je früher Krampfadern behandelt werden, desto größer ist die Chance, dass sich das tiefe Venensystem erholt und eine Stauung mit ihren Folgen ausbleibt. 

Über welche Venen fließt das Blut nach einer Krampfaderoperation?
Die oberflächlichen Venen transportieren etwas 10 Prozent des Blutes aus dem Bein zurück. 90 Prozent fließen über die tiefen Venen zurück. Wenn die oberflächlichen Venen zu Krampfadern verändert sind, haben diese aber überhaupt keine Transportfunktion mehr. Nach der Krampfaderoperation sind die tiefen Venen problemlos in der Lage, das gesamte Blut aus dem Bein zum Herzen zurückzubefördern. 

Wie lange wirkt die Narkose bei einer Krampfaderoperation?
Krampfaderoperation können in Lokalanästhesie operiert werden. Das schont das Herz-Kreislauf-System, sodass der Eingriff auch bei älteren Patienten möglich ist. Auf Wunsch kann die OP auch unter Vollnarkose durchgeführt werden. Die Narkose (Betäubung) hält je nach Betäubungsmittel ca. 2-6 Stunden an. 

Wie lange muss ich nach der Krampfaderoperation in der Klinik bleiben?
Die Dauer des Aufenthaltes in der Klinik nach einer Krampfaderoperation ist abhängig vom Befund, d. h.  ob ambulant oder stationär operiert wird. Nach ambulanten Eingriffen können die Patienten die Klinik am selben Tag verlassen, auf Wunsch ist eine Übernachtung in der Klinik möglich. Bei größeren Eingriffen kann der stationäre Aufenthalt einige Tage andauern. Der stationäre Aufenthalt kann sich verlängern, wenn beide Beine operiert werden oder z. B. bei einer Ulcusbehandlung oder Thrombosen. 

Wie oft muss ich nach der Krampfaderoperation noch in die Klinik kommen?
In der Regel bleibt die Nachbehandlung in der Hand des einweisenden Arztes, wie des Phlebologen, Dermatologen oder auch des Hausarztes. Selbstverständlich kann sich jeder Patient zur Kontrolle und zum Fädenziehen wieder in der Venenklinik vorstellen. Grundsätzlich ist zu empfehlen, sich ca. 3-6 Monaten nach der Krampfaderoperation die Klinik zu einer Nachuntersuchung aufzusuchen. 

Wie lange darf ich nach einer Krampfaderoperation keinen Sport treiben?
Krampfaderpatienten sollen viel laufen – Wandern und Walken sind hier zu nennen. Sie dürfen nach der Krampfaderoperation alles machen, was Ihnen keine Schmerzen verursacht. Joggen und Fahrradfahren sind meist nach ca. 2 Wochen möglich, Schwimmen dürfen Sie nach 2 Wochen wieder – auch im Warmbad. 

Kann man Krampfadern auch im Sommer operieren?
Uneingeschränkt ja! Es gibt nach wie vor bei Patienten und einweisenden Ärzten Vorbehalte gegen die Krampfaderoperation im Sommer. Weder aus medizinischer noch aus ästhetisch-kosmetischer Sicht gibt es Gründe, die dagegen sprechen. Die Abheilungsphase ist kurz, und auch Sonnenlicht schadet nicht. Zudem verschlimmern sich Krampfaderbefunde bei Wärme, sodass die Beschwerden im Sommer häufig zunehmen. 

Wann kann ich nach einer Krampfaderoperation wieder arbeiten?
Das hängt von dem Eingriff und dem Beruf: Nach einer Lasertherapie z. B. ist Arbeiten bereits 2-3 Tage nach dem Eingriff möglich. Die meisten Patienten können nach einer Woche arbeiten. Bei körperlich anstrengenden oder überwiegend stehenden Tätigkeiten dauert es meist 2 Wochen, bis man wieder arbeiten kann. 

Können Krampfadern wiederkommen?
Spezialisierte Venenzentren erreichen bei der Neubildung von Krampfadern niedrige Quoten, die unter fünf Prozent liegen. Es bestehen also beste Aussichten, dass einmal operierte Krampfadern nicht wiederkommen. Eine häufige Ursache scheinbar neu aufgetretener Krampfadern ist unter anderem eine unvollständige Entfernung der Krampfader bei der ersten Krampfaderoperation. Darum ist zu empfehlen, Krampfadern nur von Gefäßspezialisten in Venenzentren operieren zu lassen, die viele tausend Operationen im Jahr durchführen. 

Wie kann man Krampfadern vorbeugen?
Bei der Entstehung von Krampfadern spielt Veranlagung eine große Rolle. Darum hat man nur wenig Einfluss. Viel Bewegung und eine gesunde Ernährung (Übergewicht vermeiden) sind aber immer zu empfehlen. Das Tragen von leichten Kompressionsstrümpfen (oder speziellen Reisestrümpfen z. B. auf Flugreisen oder langen Autofahrten) kann Beschwerden lindern. 

Welche Sportarten sind bei Krampfadern besonders günstig?
Regelmäßige Bewegung ist sinnvoll. Sportarten wie Schwimmen, Jogging, Venen-Walking, Spaziergänge und Radfahren sind gut für die Venen. Kraftsportarten und Sportarten, bei denen die Beanspruchung abrupt und kurzfristig ist - wie bei z.B. Tennis oder Squash - sind eher nicht so günstig. 
 

Deutsche Venen-Liga - Starke Hilfe für schwache Venen

Die Hauptgeschäftstelle der Deutschen Venen-Liga e.V. in Bad Bertrich berät kostenlos. 30 Prozent der erwachsenen Deutschen sind an einem Krampfaderleiden oder dessen Folgezuständen manifest erkrankt. Bundesweite Aktionen mit Aufklärung, Beratung und Prävention bei Venenleiden sind seit 30 Jahren Aufgabe der Deutschen Venen-Liga e.V. (DVL) - einer der größten Patientenorganisationen Deutschlands. Mit sieben Geschäftsstellen gibt es regionale Schwerpunkte in fünf Bundesländern.

„Aufklärung und Beratung sind wichtige Aufgaben,  die unsere sieben Geschäftsstellen sehr ernst nehmen “, so Petra Hager-Häusler, Geschäftsführerin der Deutschen Venen-Liga e.V. Denn, ob man seine Venen gesund erhalten oder kranke Venen heilen möchte, die Behandlungs- und Therapieangebote sind groß und für viele Betroffene unübersichtlich. Darum legt die DVL einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf Patienteninformation und Kooperation mit qualifizierten Venenzentren. 

Wichtig für die Venengesundheit ist ein Lebensstil, der die Durchblutung der Venen unterstützt. Mit kleinen Tipps lässt sich oft viel erreichen:

  1. Wärme vermeiden (weitet Venen noch mehr), darum nicht in die pralle Sonne gehen, heiße Bäder und Sauna meiden; 
  2. Venen bei Hitze mit kühlem Wasserguss (z. B. aus dem Gartenschlauch ohne Spritzaufsatz) kräftigen. Außerdem täglich: Abwechselnd warm - kalt (je 1 Minute) Füße baden oder Füße und Unterschenkel abduschen;
  3. Zwischendurch öfter die Beine hochlegen; 
  4. Tägliche Massage (z. B. mit Öl): Unterschenkel mit beiden Händen flach umfassen; langsam sanft in Richtung Knie ausstreichen. Jedes Bein 5 Mal. 
  5. Bei längeren Flügen oder Autofahrten Kompressionsstrümpfe (Travel socks) tragen. Bitte immer im Fachhandel anpassen lassen; 
  6. Mehrfach am Tag die Muskelpumpe anregen: Dazu auf die Zehen stellen, Füße langsam wieder abrollen, jeweils 5 Minuten;

Weitere Tipps zum Vorbeugen gibt es in der Venenfibel, die kostenlos bei der Hauptgeschäftsstelle der DVL bestellt werden kann: E-Mail: info@venenliga.de
 

Vorbeugung

Venenbewusste Lebensführung
3 gute L: Lieber Laufen und Liegen
3 schlechte S: Statt Sitzen und Stehen
Wichtig für die Venengesundheit – vor und auch nach der Behandlung – ist ein Lebensstil, der die Durchblutung unterstützt. Mit kleinen Verhaltensänderungen lässt sich oft viel erreichen. Sitzen und Stehen schadet, weil keine Muskeltätigkeit stattfindet, die das Blut aus den Beinen hinauf zum Herzen befördert. In dieser Haltung drückt die Schwerkraft das Blut besonders stark in den unteren Beinbereich. Laufen und Liegen entlastet das Venensystem: Beim Gehen ist die Beinmuskulatur aktiv, beschleunigt den Blutstrom. Im Liegen fließt das Blut fast von allein in die richtige Richtung – am besten, wenn die Beine höher liegen als das Herz. Tun Sie was für Ihre Beine

  • Nutzen Sie jede Gelegenheit zum Laufen, nehmen Sie Treppe statt Fahrstuhl, steigen Sie eine Station früher aus Bahn oder Bus aus, usw.
  • Tragen Sie möglichst flache Schuhe. Nur dann arbeitet die Wadenmuskulatur - bei hohen Absätzen bewegt sie sich kaum.
  • Sitzen Sie „venenfreundlich“, die Füße flach auf dem Boden. Beine nicht übereinander schlagen, das behindert den Blutfluss.
  • Duschen Sie Ihre Beine täglich kalt, das stärkt die Venenwände, verengt sie, was den Blutfluss fördert.
  • Hitze meiden: Hitze und Sonne weiten die Venen (verlangsamt den Blutfluss). Am Abend nach warmen Tagen die Beine kalt abduschen.

Gewicht und Ernährung

  • Jedes Pfund weniger entlastet das Venensystem: Man wird beweglicher, das Blut fließt schneller.
  • Wichtig ist ballaststoffreiche, verdauungsfördernde Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Verstopfung belastet das Venensystem.
  • Mindestens 2 l kalorienfreie Flüssigkeit am Tag trinken: Mineralwasser, Kräutertee, usw. Alkohol schadet - weitet die Gefäße, verlangsamt den Blutfluss.
     
DVL Geschäftsstelle Nord

Große Ortstraße 85
21762 Otterndorf
Tel. +49 (0)4751-908908
E-Mail: info-nord@venenliga.de
www.venenliga.de

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