Ausbildungskonzept

Die Mitarbeiter sind das Herz jedes Unternehmens

Die ökonomische und personelle Situation der letzten Jahre zwingt viele Abteilungen dazu, die Ausbildung gerader junger Ärzte in den Hintergrund zu stellen. Wir sehen hierin einen entscheidenden strategischen Fehler. Nur durch effektive und fachlich-versierte Ausbildung von jungen Ärzten kann langfristig die Versorgung der Patienten verbessert, die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöht und nicht zuletzt auch die ökonomische Situation verbessert werden.

Zufriedene und gut ausgebildete Mitarbeiter können die Patienten effektiver behandeln. Durch den Erwerb der fachlichen Kompetenz können der klinische Befund des Patienten besser eingeschätzt und unnötige Untersuchungen vermieden werden. Die Diagnose und die Behandlung werden so schneller eingeleitet und führen häufiger zum Erfolg. Hierdurch sinken auch die Liegezeiten und die damit verbundenen Sachkosten, was wiederum zum ökonomischen Erfolg beiträgt. Dazu ist es wichtig, dass die jungen Ärzte nicht alleine gelassen werden, sondern von erfahrenen Kollegen umfangreich betreut werden.

Von der Aufnahme des Patienten bis zur Entlassung werden die jungen Kollegen von einem Facharzt begleitet, der ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht. Hierbei ist es aber wichtig, dass nicht die Eigenverantwortlichkeit des jungen Kollegen eingeschränkt wird, sondern dieser hauptverantwortlich, aber unter voller Absicherung durch den Facharzt den Patienten betreuen kann. Dazu gehört auch, dass die weniger erfahrenen Kollegen eine solide praktische Ausbildung aller diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen erhalten.

Die daraus resultierende berufliche Zufriedenheit aller beteiligten Ärzte überträgt sich auf das Betriebsklima und wird auch positiv von den Patienten wahrgenommen. In einer freundlichen kollegialen Atmosphäre kann auch ein Patient schneller gesund werden.

Dieses gute Betriebsklima führt zu einer flacheren Hierarchie und zu einer kollegialen Teilung der Verantwortung gegenüber dem Patienten.

Das Wohl der Menschen, ob nun als Patienten oder als Mitarbeiter, steht bei uns im Mittelpunkt des Interesses.

Das Capio Krankenhaus Land Hadeln verfügt über eine gemeinschaftliche Weiterbildungsermächtigung in der Inneren Abteilung und der Geriatrie für insgesamt  3 Jahre Basisweiterbildung Innere Medizin. 

Ausbildungskonzept

Das Ziel der Bemühungen unseres Ausbildungskonzeptes ist es, den Assistenzärzten/-innen gemäß ihrem Ausbildungswunsch alle theoretischen und praktischen Inhalte der Inneren Medizin zu vermitteln. Dabei sollten gezielt die Ausbildungsinhalte der Inneren Medizin und Allgemeinmedizin sowohl im praktischen als auch im theoretischen Wissen vermittelt werden. Dazu ist es wichtig, dass Stärken gefördert und Schwächen erkannt werden. Hierdurch wir eine individuelle Förderung möglich. Wir wollen Ihnen den Neu- oder Wiedereinstieg in den Beruf ermöglichen.

Bei Neu- oder Wiedereinsteigern hat sich das Konzept der Betreuung durch einen Mentor in den ersten Wochen und Monaten der Tätigkeit in unserem Haus bewährt. Hierbei steht Ihnen ein Facharzt als fixer Ansprechpartner zur Verfügung. Zu Berufsbeginn werden Sie  gemeinsame Visiten durchführen, EKGs besprechen, an die Auswertung von Langzeit-EKGs, Ergometrien und Bodyplethysmografien herangeführt. Zudem lernen Sie in unserer Patienten-Aufnahme richtige Anamnese- und Untersuchungstechniken sowie die richtige klinische Einschätzung des Schweregrades der Erkrankungen. Sie legen zusammen mit dem Kollegen und dann mit zunehmender Erfahrung auch eigenverantwortlich, das Therapiekonzept der nächsten Tage fest. Zusätzlich erfolgen einmal pro Woche eine Chefarzt-Visite und einmal wöchentlich eine Oberarzt-Visite.

Die Intubation von Patienten kann in Kooperation mit unserer anästeststischen Abteilung schnell erlernt werden. Auch erhalten Sie eine Ausbildung im Bereich der Reanimation gemäß den ERC-Richtlinien.

Die weitere Ausbildung bis hin zum Facharzt oder zur Zusatzbezeichnung gliedert sich in mehrere Phasen.

Phase 1:

(Einarbeitungszeit ca. 6 Monate) Hier erfolgt die Einarbeitung in die stationäre Versorgung und die Notfallaufnahme. In dieser Phase werden zusätzliche Funktionen nach Ausbildungsstand und Fähigkeiten nach Absprache mit Ihnen erlernt, wie z.B. Abdomen-Sonografie, alle üblichen Punktionstechniken einschl. Aszites-, Pleura-, Beckenkamm-, Liquor-Punktion sowie die Grundtechniken in der Anlage von zentralen Venenkathetern unter Anleitung durch Fachärzte.

Phase 2:

(6. Monate bis 1. Jahr) Nach Erlernung der üblichen Abläufe der stationären Versorgung von Patienten haben Sie zunehmend an Sicherheit und Kompetenz gewonnen, sodass in der 2. Phase nun die Behandlung von schwerstkranken Patienten auf der Intensivstation vermittelt werden soll. Unter Supervision erlernen Sie in zunehmender Eigenverantwortung die Versorgung von schwerkranken Patienten mit der selbständigen Anlage von zentralen Zugängen, Sheldon-Kathetern, arteriellen Zugängen sowie des Beatmungsmanagements einschl. Weaning-Prozess, Durchführung von Kardioversion und Defibrillation, Anlage von Thoraxdrainagen und das Handling der Medikation bei i.v.-Narkosen.

Phase 3:

Ziel der Phase 3 ist es nun, in Ihnen einen erfahrenen kompetenten Kollegen zu gewinnen, der weitere spezielle Erkenntnisse in Untersuchungsverfahren erwerben kann. Hierzu erfolgt ein regelmäßiger Wechsel durch die verschiedenen diagnostischen Funktionen unseres Hauses. Dazu gehört die Vertiefung der Kenntnisse in der speziellen Sonografie sowie Abdomen-Sonografie, Echokardiografie, Duplex-Sonografie der hirnversorgenden Arterien, Duplex-Sonografie der Beinvenen und Beinarterien, Schilddrüsen-Sonografie, transoesophageale Echokardiografie, sonografisch gesteuerte Punktion, Kontrastmittel-Sonografie sowie der Erwerb erster Kenntnisse in der Endoskopie z.B. Oesophago-Gastro-Duodenoskopie. Zudem ist es möglich, einen Einblick in die onkologische Behandlung von Patienten mit der Möglichkeit der Mikroskopie von Blut und Knochenmark sowie die Vertiefung der speziellen diabetologischen Kenntnisse und der Punktionsdiagnostik der Gastro-Enterologie zu erwerben und auszubauen.

Phase 4:

In der 4. Phase erfolgt dann die weitere Erlernung der Fähigkeiten in der internistischen Endoskopie, Oesophago-Gastro-Duodenoskopie, PE-Entnahme, Anlage von PEG-Sonden, Rekto-Sigmoidoskopie sowie auf Wunsch auch Einführung in die Colo-Ileoskopie und Polypektomie. Zusätzlich ist die Weiterbildungsberechtigung für die Zusatzbezeichnung Gastro-Enterologie beantragt. Dazu werden alle invasiven gastro-enterologischen Verfahren wie ERCP mit Stent-Anlage, Blutstillung, Polypektomie, Endomucosa-Resektion, Endosonografie, Oesophagusstents usw. angeboten.

Ausbildungsort

Das Nordseebad Otterndorf hat rund 7.000 Einwohner und liegt landschaftlich reizvoll an der Elbmündung, 15 km von Cuxhaven, 40 km von Bremerhaven und 100 km von Hamburg entfernt. Alle weiterführenden Schulen sind in Otterndorf vorhanden ebenso ansprechende Freizeitmöglichkeiten. Arbeiten, wo andere Urlaub machen...

Siehe auch Otterndorf!

Fortbildung in der Medizinischen Klinik

  1. Wöchentliche kurze innerabteiliche Fortbildung zur Erarbeitung von Workflows zu bestimmten Krankheitsbildern.
  2. 2 x pro Jahr, abendlicher, gastroenterologischer Arbeitskreis Otterndorf
  3. Jährlich wird eine Freistellung von mindestens 5 Tagen für Fortbildungsurlaub gewährt. Die Kosten der Veranstaltung, die im Interesse der Abteilung liegen, werden übernommen
  4. Bei Interesse besteht die Möglichkeit der Publikation von Fallberichten und die Hilfestellung bei der Planung und Durchführung einer Dissertation.
  5. Capio bietet die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes: innerhalb der ersten zwei Jahre bieten wir Ihnen die Möglichkeit eines zweimonatigen Auslandsaufenthalts in einer Capio Einrichtung – mit Übernahme von Nebenkosten wie Flug und Übernachtung.

Ausbildungsermächtigung der Medizinischen Abteilung: Eine Weiterbildungsberechtigung auf dem Gebiet der Inneren Medizin liegt vor.

Verwaltungsangelegenheiten

Überstunden: Das Capio Krankenhaus Land Hadeln verfügt über ein elektronisches Zeiterfassungssystem. Geleistete Überstunden werden in Form von Freizeitausgleich vergolten. Falls dies nicht möglich ist, kann ggf. eine Auszahlung verhandelt werden. Wir versichern Ihnen, dass ein überdurchschnittliches Engagement in Form von vermehrter Arbeitszeit nicht umsonst geleistet wird.

Bewerbung

Bitte schicken Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen direkt zu Händen von Herrn Chefarzt Markus Bauer oder nehmen Sie telefonisch mit uns Kontakt auf (Markus Bauer: 0 47 51) 908-181).

Hier finden Sie unsere aktuellen Stellenausschreibungen.

Falls zum Zeitpunkt Ihres Interesses keine aktuelle Stellenausschreibung vorhanden sein sollte, senden Sie uns dennoch Ihre Unterlagen zu oder rufen Sie uns an.

Gerne möchten wir es Ihnen ermöglichen, uns im Rahmen einer Tages-Hospitation kennen zu lernen. Bei einem beiderseitigen Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit werden wir Sie vormerken und über freie Stellen informieren. Für Kost und Unterkunft wird natürlich gesorgt.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitten an:

Herrn
Chefarzt Markus Bauer
Innere Abteilung
Capio Krankenhaus Land Hadeln
Große Ortstr.85
21762 Otterndorf

Online-Bewerbungen sind willkommen (markus.bauer@remove-this.de.capio.com)

Famulanten:

Wollen Sie uns schon während des Studiums kennenlernen? Wir ermöglichen Ihnen eine Famulatur in unserer Abteilung. Diese gibt Ihnen die Gelegenheit, unsere Abteilung und unser Ausbildungskonzept näher kennenzulernen. Vielleicht ergibt sich hieraus eine spätere Zusammenarbeit. Sie werden voll in den Klinik-Alltag integriert und bekommen gemäß des Ausbildungsstands Aufgaben übertragen. Die Unterbringung und Verpflegung gehört mit zu unseren Dienstleistungen für Sie.