Sie sind hier: Fachbereiche / Gefäßchirurgie / Venenerkrankung
Samstag, 19. Mai 2012

Venenerkrankungen

Nach aktuellen Statistiken leiden 90 Prozent der Erwachsenen in Deutschland unter Veränderungen im Venenbereich. Jedes Jahr sterben zirka 30.000 Menschen an einer Lungenembolie, eines der größten Risiken eines unbehandelten Krampfaderleidens. Weitere unangenehme Folge kann eine Venenentzündung, Thrombose oder ein sogenanntes offenes Bein sein. Doch das muss nicht sein! 
Durch eine fachgerechte Untersuchung und Diagnosestellung sowie eine frühzeitige Behandlung können diese schweren Krankheitsbilder weitgehend vermieden werden.

Ursachen von Venenerkrankungen

  • familiäre Vererbung

  • ständige Über- und Fehlbelastung durch stehende oder sitzende Tätigkeiten

  • Übergewicht

  • Bewegungsmangel

  • Schwangerschaft

  • zunehmendes Alter


Informieren Sie sich über den Behandlungsablauf.


Falls keine rechtzeitige Behandlung erfolgt, können sich

  • eine Venenentzündung
  • tiefe Beinvenenthrombose
  • eine Lungenembolie
  • Hautschädigung bis hin zu offenen Beinen

entwickeln. Eine weitere gravierende Folgeerscheinung des langjährigen Krampfader-leidens besteht in der Überlastung des tiefen Venensystems, die einen Therapieerfolg erheblich verzögern, oder gar gefährden kann.

Die Venen leisten Schwerstarbeit

Für das Wohlbefinden unserer Beine sind die Venen und Lymphgefäße von großer Bedeutung. Jede lebende Zelle unseres Körpers verbraucht pausenlos Sauerstoff und Nährstoffe. Gleichzeitig müssen die Abfallprodukte, die in der Zelle entstehen, abtransportiert werden. Für beide Aufgaben ist der Blutkreislauf zuständig. Die Versorgung des Körpers mit frischem Blut übernehmen die Schlagadern, auch Arterien genannt. Die Venen bringen das verbrauchte Blut über die Lunge, wo Sauerstoff zugeführt wird, wieder zum Herzen zurück. In den Schlagadern wird das Blut durch den Herzschlag mit viel Kraft vorwärtsgetrieben. Bis das Blut in den Venen ankommt, hat diese Kraft jedoch erheblich abgenommen. Das Venensystem der Beine ist besonders hohen Belastungen ausgesetzt. Schließlich muss das Blut von den Zehen bis zum Herzen große Höhenunterschiede bewältigen. Eine wichtige Triebkraft ist die Gelenk- und Muskelpumpe, die das Blut bei Bewegungen vorwärts treibt. Das schwächste Glied in dieser Kette ist meist der Venentonus. Oft ist die Spannung der Venenwände zu schwach, sodass sich die erschlafften Venen erweitern. Die Venenklappen können dann nicht mehr richtig schließen. Dadurch wird der venöse Rücktransport gestört oder das Blut fließt sogar wieder in das Bein zurück. Dies führt dann im Laufe der Zeit zu Stauungen im Unterschenkel mit Schwellung, Spannungs- und Schweregefühl, Schmerzen und oft nachts auftretenden Wadenkrämpfen. Eine Venenschwäche, das heißt die Neigung zu Krampfaderbildung und zu Venenbeschwerden, ist meist vererbt. Bei Menschen mit dieser Veranlagung findet man häufig schon in jungen Jahren erste Zeichen. Richtig vorbeugen: Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, sollten Sie ein regelmäßiges Venentraining durchführen und vorbeugende Maßnahmen in Ihrer Lebensführung beachten. Eine sorgfältige Untersuchung kann das Ausmaß der Erkrankung feststellen.

Suchen & Finden