Anästhesie

Für die chirurgischen Eingriffe werden iim Capio Krankenhaus Land Hadeln alle gängigen Anästhesieverfahren angeboten.  

So genießen auch ältere Patienten die Behandlungsvorzüge eines fundierten, gefäßchirurgischen Eingriffs, unter gleichzeitiger Beachtung ästhetischer Gesichtspunkte, ohne die Belastung einer eventuellen Vollnarkose. Das  Anästhesie -Team ist intensiv patientenorientiert geschult und kümmert sich aufmerksam um Sie. Mit der umgehenden Mobilisierung sinken das Thrombose - und Embolirisiko. 

Operation

Wir blicken in unserer Klinik auf  eine langjährige  Erfahrung in der Venenheilkunde zurück. In dieser langen Zeit sind Behandlungskonzepte und Operationsmethoden immer weiter verfeinert worden. 

Unser Ziel ist eine zuverlässige Venenfunktion. Dabei legen wir großen Wert auf schonende Verfahren und größtmögliche Ästhetik. Neben den medizinisch gesicherten Operationsmethoden wie Stripping der Stammvene und Verschluss defekter Venenklappen (Crossektomie) kommen alle erprobten neuen, minimal-invasiven Verfahren oder mini-chirurgische Techniken zum Einsatz. 

Das Venenzentrum Elbe-Weser führt sowohl die ambulante als auch die stationäre Operation der Venen durch. Unsere Operationsmethoden orientieren sich an weltweit neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen. Nach einer ambulanten Operation geht der Patient am gleichen Tag wieder nach Hause. Handelt es sich um einen ausgeprägten Befund, oder bestehen Risikofaktoren, wie z. B. höheres Alter oder Begleiterkrankungen, wird eine stationäre Behandlung durchgeführt. 

Die Operation dauert etwa 30 Minuten. Nach 24 - 48 Stunden wird das operierte Bein abgewickelt und die Wunde kontrolliert. Gegebenenfalls erfolgen jetzt kosmetische Ergänzungsmaßnahmen, zum Beispiel eine Besenreiserverödung. 

Noch während des Aufenthaltes  im Venenzentrum Elbe-Weser     erhalten die Patienten individuell angepasste Kompressionsstrümpfe, die sie in Absprache mit dem behandelnden Arzt je nach Befund zwei bis sechs Wochen nach der Operation tragen sollten.

Crossektomie 

Hierunter versteht man die Unterbindung von Venen an dem Hauptzusammenfluß der Beinvenen in der Leiste am sogenannten Venenstern oder in der Kniekehle. Hierdurch wird ein Wiederauftreten der Krampfadern (Rezidiv) aus dieser Region verhindert. Es warden Techniken eingesetzt, um die Neubildung von Gefäßen aus dem Crossenstrumpf (Neoangiogenese) zu verhindern. Eine Crossektomie wird meistens mit einem Stripping der Stammvenen kombiniert.

Stripping der Stammvene 

Das "Stripping“ ist die bekannteste Operationstechnik bei Krampfadern. Dabei wird die kranke Vene nach Einführen einer Sonde durch einen kleinen Schnitt herausgezogen (strippen = herausziehen). 

Von großer Bedeutung ist hier, dass nicht jede kranke Stammvene entfernt werden muss. Falls sie nur im oberen Teil erkrankt ist, gehen wir stadiengerecht vor, das heißt, der gesunde Venenteil bleibt erhalten (z.B. für eine evtl. später erforderliche Bypass-Operation). Dieses Vorgehen entspricht einem "Teilstripping". Das  Stripping kann mit verschiedenen Methoden durchgeführt werden, wobei sich die Technik des Invaginationsstrippings als schonende Therapiemethoden durchgesetzt hat.

Anschließend erhalten die Patienten ihren persönlichen Venenpass, in dem noch vorhandene Venenabschnitte schaubildlich markiert sind. 

Phlebektomie 

Darunter versteht man das minichirurgische schnittfreie Operationsverfahren von Astvarizen (Häkelverfahren). Die Astkrampfadern werden mittels kleiner Stiche und mit Hilfe von Spezialinstrumenten herausgezogen. Wenn die Stiche nicht größer als ca. 2 - 3 mm gehalten werden können, verheilen sie im Normalfall völlig narbenfrei. 

Venenklappen Reparatur

Darstellung der Valvuloplastie

Im Venenzentrum Elbe-Weser wird die sogenannte Extraluminale Valvuloplastie (EXVP) durchgeführt. Durch diese Behandlung gelingt es, defekte Venenklappen im wahrsten Sinn des Wortes zu reparieren, ohne die Vene zu entfernen. 

Dabei wird  ggf. in örtlicher Betäubung oder wahlweise in Vollnarkose eine kleine Kunststoffmanschette um die erweiterte Vene gelegt. Dadurch erhält die Vene wieder ihren normalen Venendurchmesser und die Klappenfunktion in dem operierten Venenabschnitt ist wiederhergestellt. 

Die Vene bleibt für den Blutrückstrom zum Herzen erhalten und steht zukünftig für eine evtl. notwendige Bypass-Operation zur Verfügung. Die Manschette funktioniert im Prinzip wie ein innerer Kompressionsstrumpf. Das hauchdünne Material schmiegt sich elastisch um die bindegewebsschwachen Venen und hält sie in Form.

Patienten, bei denen die Venenklappe nicht mehr funktioniert, leiden häufig an Schwellungen im Bein und bekommen Krampfadern an Ober- und Unterschenkeln. 

Angewendet wird das neue Verfahren bei Patienten mit einem Krampfaderleiden im Frühstadium, bei denen trotz des Blutstaus im Bein die oberflächlichen Venen noch nicht stark geweitet sind. 

In ganz Deutschland bieten derzeit nur ca. zehn Kliniken mit gefäßchirurgisch- phlebologischem Schwerpunkt dieses schonende und venenerhaltende Operationsverfahren an.